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IBM erringt zum zehnten Mal in Folge die Platz-Eins-Position der weltweiten Top-500-Supercomputerliste

Absichtserklärung zum Exaflop-Computing / neues Exascale-Forschungs-Gemeinschaftsprojekt in Dublin / Forschungszentrum Jülich betreibt leistungsstärksten Supercomputer Europas, an Platz drei der weltweiten Top-Liste / neuer wassergekühlter Supercomputer

Armonk/Stuttgart - 23 Jun 2009:

Armonk/Stuttgart, 23. Juni 2009. Zum zehnten Mal in Folge - ein Rekord - hält ein IBM Supercomputer-System (NYSE: IBM) die Platz-Eins-Position in der Top-500-Liste der weltweit leistungsstärksten Supercomputer.  Der IBM Computer für das "Roadrunner-Projekt" im US-Los Alamos National Lab bleibt der Geschwindigkeitschampion und war gleichzeitig das erste System in der Welt, das mit einer Rechenleistung  von mehr als einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde (Petaflop/s, oder 10hoch15 Gleitkommarechnungen pro Sekunde) rechnen kann. IBM hat darüber hinaus seine Absicht erklärt, die nächste große Herausforderung in diesem Gebiet aufzugreifen: Exascale-Computing und seine Bereitstellung für wissenschaftliche und wirtschaftliche Aufgaben. Exascale-Computing schiebt die jetzigen Rechenleistungswerte um den Faktor tausend nach vorne - ein Exaflop entspricht einer Milliarde mal einer Milliarde (10hoch18) Berechnungen pro Sekunde.

Die aktuelle, halbjährliche Top-500-Liste wurde auf der Internationalen Supercomputing-Konferenz in Hamburg veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, daß das IBM System im Los Alamos National Lab mit 1.105 Petaflop/s annähernd dreimal so energieeffizient ist wie der nachfolgend platzierte Rechner, der ebenfalls Compute-Leistung im Petaflop-Bereich erzielt. Das IBM System schafft dabei 444,9 Megaflop pro Watt, während das zweitplatzierte System nur 154,2 Megaflop/Watt erzielt.

Weitere wichtige Ergebnisse aus der Top-500-Liste:


IBM und die ETH Zürich bauen neuartigen wassergekühlten Supercomputer

Für ein stärker energiebewußtes Computing haben heute die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) und das IBM Forschungslabor Zürich angekündigt , einen in seiner Art bisher einmaligen wassergekühlten Supercomputer zu bauen, der abgeführte Wärme direkt für die Heizung der Universitätsgebäude bereitstellt. Das innovative System mit dem Namen Aquasar soll die CO2-Bilanz um bis zu 85 Prozent reduzieren und könnte so bis zu 30 Tonnen CO2 im Jahr einsparen, im Vergleich zu einem ähnlichen System, das heutige Kühltechnologien verwendet. Mit einem innovativen, effizienten Wasserkühlungssystem, dass die Chips mit ca. 60°C heissem Wasser kühlt und so ohne energieintensive Kältemaschinen auskommt, kann Aquasar zudem seinen Gesamtenergieverbrauch um bis zu 40 Prozent senken. Das System wird an der ETH Zürich implementiert und den Betrieb voraussichtlich im Jahr 2010 aufnehmen. Das System basisert auf der Langzeitkooperation der ETH mit IBM Forschern im Bereich Wasserkühlung auf Chiplevel und auf dem Konzept für ein wassergekühltes Rechenzentrum mit direkter Abwärmenutzung aus dem IBM Forschungslabor Zürich . Aquasar besteht aus zwei IBM BladeCenter-Servern in einem Rack und wird voraussichtlich eine Spitzenrechenleistung von 10 Teraflop erreichen. (Weitere Informationen in der beiliegenden deutschsprachigen Sonderpressemitteilung)

IBM auf dem Weg zu Exascale-Systemen für eine intelligentere Welt

Nachdem die Ära des Petaflop-Computings vor circa einem Jahr eingeläutet worden ist, hat IBM jetzt eine Forschungskooperation in Dublin mit der irischen IDA begonnen, die sich mit dem Weg zum Exascale-Computing und seiner Nutzung für Forschung und Unternehmen befaßt. Technologien wie Stream Computing könnten dabei helfen, riesigen Mengen an Echtzeitdaten schnell zu analysieren. IBM beabsichtigt, weitere Forschungskooperationen rund um den Globus zu vereinbaren. IBM nennt diese Kooperationen "Collaboratory" - Labore, in denen IBM Forscher mit einer Universität, Regierung oder einem Wirtschaftspartner gemeinsam forschen, um Fähigkeiten, Wissen und Anlagen für ein gemeinsames Forschungsziel zu teilen.

IBM Forscher arbeiten bereits mit Regierungen und akademischen Vertretern zur Entwicklung von Exascale-Systemen, die dabei helfen können, schwierige wirtschaftliche und wissenschaftliche Probleme der Zukunft zu lösen.  "Auch in Deutschland gibt es eine enge Kooperation zwischen der  IBM Deutschland Research & Development GmbH in Böblingen und deutschen HPC Forschungszentren wie dem Supercomputing Center in Jülich, um durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsabreiten den Weg in das Exascale Zeitalter zu ebnen. Als erster Prototyp für neue wassergekühlte Systemarchitekturen arbeitet ein gemeinsames Team an QPACE, einem 2000 Node-Cluster, das demnächst an Jülich und an die Bergische Universität Wuppertal ausgeliefert wird ", so Dr. Michael Malms, verantwortlich für die QPACE Entwicklung.

Diese intensiven  Forschungskooperationen ermöglichen es Supercomputingexperten und Spezialisten aus unterschiedlichsten Disziplinen, direkt mit den Universitätsforschern des Trinity-Colleges in Dublin, des Tyndall National Institutes in Cork, Ner National University of Ireland in Galway, dem University College Cork und dem IRCSET, dem Irischen Research Council für Wissenschaft, Technologie und Ingenieurswesen zusammenzuarbeiten. Ziel ist dabei die Entwicklung von Rechenarchitekturen und Technologien, die die heutigen Beschränkungen primär im Bereich Energieverbrauch und Platzbedarf überwinden können, die bei der Auswertung riesiger Datenmengen bisher gegeben sind.

Diese technologisch orientierte Forschung wird innovative Wege untersuchen, wie neue Hauptspeicherarchitekturen, Verbindungstechnologien und Aufbaustrukturen genutzt werden könnten, und Anwendungen evaluieren, die von einer Exascale-Stream-Computing-Plattform profitieren könnten.
Während Supercomputing heute primär auf wissenschaftliche Anwendungen in Gebieten wie Physik oder Medizin zielt, wird die Exascale-Forschung in Dublin sich auch damit befassen, wie neue extrem rechenstarke Computer auch für die Lösung von komplexen wirtschaftlichen Aufgaben eingesetzt werden können. Diese Forschung umfaßt technische und anwendungsbezogene Aspekte. Beispielsweise wird die anwendungsbezogene Forschung für Exascale-Computing Finanzservicebereiche untersuchen, die Echtzeitanalysen einer Unternehmensbewertung einbeziehen, welche sind von Daten aus Investorprofilen, Handelsdaten und RSS-Newsfeeds speist.

"Die Entwicklung von Exascale-Systemen erfordert die Überwindung jetziger Grenzen hinsichtlich Platz- und Energiebedarf, verlangt hochausgefeilte Systems Management-Werkzeuge und Anwendungssoftware, die aus der Rechenleistung einen Nutzen ziehen kann. Die neue Forschungskooperation arbeitet bereits jetzt an der Lösung einiger dieser Aspekte.", sagt Dave Durek, VP Deep Computing, IBM.

IBM liefert dem Supercomputing-Markt ein umfassendes Portfolio an Systemen, Speicher- und Softwaretechnologie. Weitere Informationen unter www.ibm.com/deepcomputing.

Die "TOP500 Supercomputer Sites" -Liste wird zusammengestellt von Hans Meuer, Universität Mannheim, Erich Strohmaier und Horst Simon vom NERSC/Lawrence Berkeley National Laboratory; und von Jack Dongarra von der University of Tennessee, Knoxville.

Weitere Informationen in der original US-Presseinformation anbei.

Kontaktinformation

Hans-Juergen Rehm
IBM Kommunikation/Communications
+49-711-785-4148
hansrehm@de.ibm.com

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