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Erfahrungsberichte

Stefanie
Mainz,
Wirtschaftsinformatik

 

 

Mein Shadowing bei einem Executive -
Unterwegs als "Schatten" eines Managers

Nachdem ich die Zusage für mein Shadowing bei Arno Hebgen, dem Geschäftsführer der IBM in Ungarn hatte, war ich sehr gespannt, was mich in dieser Woche alles erwarten würde. Das Einzige was ich im Voraus wusste, war, dass wir wahrscheinlich für 2 - 3 Tage in Ungarn in der IBM sein würden. Darauf freute ich mich besonders, da ich im Sommer zu dem internationalen Studiengang „International Business Information Technology" wechseln werde und mir hierbei schon einige erste interkulturelle Erfahrungen mit Mitarbeitern bzw. Arbeitsweisen aus Ungarn erhoffte. Dann war es endlich so weit.

Montagmorgens pünktlich um 8 Uhr saß ich in Herrn Hebgens Büro und wir gingen seine To do's und Termine durch, damit ich einen Einblick bekommen konnte, was die Woche auf mich zukommen würde. Schon am ersten Tag begegnete mir Herr Hebgen als sehr offener, freundlicher und vor allem menschlicher Manager, der mich mit seiner Art fast ganz vergessen ließ, dass er ein Executive ist und über 2.000 Menschen unter sich hat. An diesem Tag lernte ich sein „Daily Business" kennen, er führte verschiedene Calls mit seinem Team und erfuhr, wer sich für Ende der Woche als Besuch in Ungarn ankündigen würde: Ein Kunde aus Skandinavien sowie ein Vice Präsident aus den USA, der das Werk noch nicht kannte und sich einen Überblick verschaffen wollte.

Am Dienstag verbrachte ich die zweite Hälfte des Tages bei dem Procurement Team und bekam von Herrn Udo Kleemann einen super Überblick über den gesamten Einkauf und durfte danach noch zu zwei weiteren Managern, die mir jeweils ihre Aufgaben in der IBM genauer vorstellten.

Treffpunkt für den nächsten Tag war Gate 34 am Flughafen in Frankfurt, von wo aus wir in aller Frühe ein Flugzeug Richtung Ungarn nahmen. Dort angekommen, mieteten wir uns ein Auto und Herr Hebgen erklärte mir auf dem Weg zur Lokation einige Sehenswürdigkeiten. Außerdem wusste er sehr viel über Land und Leute sowie die Stadt Budapest, durch die wir fuhren, zu erzählen.

Gegen 10 Uhr kamen wir im IBM Werk in Vàc an (circa 30 km von Budapest entfernt) und kurze Zeit später nahmen wir schon an dem wöchentlichen Teammeeting teil. Hier trugen die Manager Herrn Hebgen vor, was sie in der letzten Woche geleistet hatten und was für diese Woche anstand. Anschließend konnte ich mir einen ersten Überblick über das Werk verschaffen, da wir kurz durch die Verpackungshallen liefen und Herr Hebgen sich bei seinem Team über besondere Vorkommnisse informierte.

Der interessanteste Tag der Woche war der Donnerstag. Angekommen in der Lokation wurden noch einmal die letzten Vorbereitungen für das Treffen mit den Kunden aus Skandinavien durchgegangen und kurz darauf stand auch schon das Treffen mit den Geschäftspartnern an. Als Leiter des Werks begrüßte Herr Hebgen sie und übergab dann eine Führung und die Betreuung der Kunden an einen seiner Manager, da er selbst seinen nächsten Termin beim Vice President hatte. Dieser kam aus Amerika und war zum ersten Mal in der IBM im Werk in Vàc, wo für ihn ein straffer Tagesplan auf dem Programm stand. Highlight war eine Führung durch die Produktionshallen, wo man gut sehen konnte, wie die IBM die verschiedenen Produktionsschritte aufteilt und wobei man außerdem genau feststellen konnte, dass hier von dem Metallgehäuse eines Blades bis hin zur Verfrachtung und der Logistik, alles genau durchgeplant sein muss.

Abgerundet wurde dieser Tag mit einem Geschäftsessen in einem Bootsrestaurant auf der Donau. Freitagmorgens machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Deutschland und verbrachten den letzten Arbeitstag dieser Woche in Mainz, wobei Herr Hebgen noch einigen Calls nachging und wir dann aber auch nicht allzu spät in unser wohlverdientes Wochenende starteten.

Alles in allem hatte ich eine wirklich interessante Woche, in der ich die IBM und die ganze Organisation sowie den Tagesablauf eines Executive ganz neu entdecken konnte.

Ich bin froh, dass sich mir die Chance für ein Shadowing ergeben hat und ich kann eine solche Woche nur weiterempfehlen!

Vielen Dank Herr Hebgen!