Grid Computing
On Demand Phase: Grid-Computing
Grid-Computing ist die gleichzeitige Inanspruchnahme von Ressourcen zahlreicher Computer in einem Netzwerk zur Lösung eines Problems, zu der normalerweise viele Verarbeitungszyklen oder der Zugriff auf große Datenmengen erforderlich wären.
Durch den Einsatz von Grid-Technologien können Unternehmen verteilte Technologiefunktionen zur Erstellung eines zentralen und einheitlichen Systems zusammenführen. Dieses System ermöglicht die virtuelle gemeinsame Benutzung, das Management und den Zugriff auf Einheiten innerhalb eines Unternehmens, einer Branche oder einer Arbeitsgruppe. Grid-Computing bietet Unternehmen die Möglichkeit, alle erforderlichen IT-Ressourcen innerhalb kürzester Zeit dort zur Verfügung zu stellen, wo sie zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt werden. Der Einsatz von Grid-Computing-Lösungen versetzt Unternehmen in die Lage, komplexe Geschäftsprobleme, wie z. B. im Bereich Forschung und Entwicklung, im Konstruktions- und Produktdesign sowie bei Finanzanalysen, unabhängig von Einschränkungen durch die Infrastruktur lösen zu können. Außerdem profitieren die Mitarbeiter davon, alle Assets des Unternehmens für mehr Kreativität und neue Geschäftsmodelle optimal nutzen zu können.
Ziele des Grid-Computing
Zu den wichtigsten Zielen des Grid-Computing gehört es, Systeme zu entwickeln, die Folgendes ermöglichen:
- Schnellere Ergebnisse bei der Entwicklung neuer Produkte und Services:
Durch Verbesserungen bei Produktivität und Zusammenarbeit erreichen Unternehmen letztendlich schneller Ergebnisse. Unabhängig davon, ob es sich bei diesen Ergebnissen um die schnellere Markteinführung eines neuen Produkts, die schnellere Lösung eines komplexen Geschäftsproblems, neue Erkenntnisse in der Gentechnologie oder die Durchführung umfassender Datenanalysen vor der MarktEinführung eines neuen Services handelt - Grid-Computing sorgt für reibungslose Abläufe und ein schnelleres Time-to-Market und ermöglicht dem Unternehmen dadurch einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil. - Stärkung der Zusammenarbeit und operativen Flexibilität:
Grid-Computing versetzt Unternehmen in die Lage, nicht nur verteilte Technologieressourcen, sondern auch Mitarbeiter und Skills zusammenzuführen. Da das Grid-Computing die gemeinsame Benutzung und die Verwaltung von Informationen sowie den Zugriff darauf vereinfacht, bietet sich für Unternehmen die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zur Unterstützung wichtiger Geschäftsinitiativen, z. B. Globalisierung und Übernahmen, über Geschäftseinheiten und geografische Standorte hinweg zu verbessern und natürlich auch schnellere Ergebnisse bei der Entwicklung zu erreichen. - Erfüllung unterschiedlicher Geschäftsanforderungen:
Durch den Einsatz des Grid-Computing für die Erstellung flexibler und widerstandsfähiger Infrastrukturen können Unternehmen schnell auf veränderte Kundenanforderungen reagieren. Sie greifen innerhalb kürzester Zeit auf IT- und Datenressourcen zu, um nach Erkennen von veränderten Geschäftsanforderungen entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Da Unternehmen in der Lage sind, komplexe Geschäftsprobleme schneller zu lösen, können sie flexibler handeln und einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil erzielen. - Verbesserung der Produktivität:
Grid-Technologien bieten Endbenutzern uneingeschränkten Zugriff auf die Verarbeitungs-, Daten- und Speicherressourcen, die sie zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen. Unternehmen können ihre Mitarbeiter damit für die Erledigung ihrer Aufgaben bestens ausrüsten, komplexe Geschäftsprobleme auf einfache Weise lösen und unter anderem die einzelnen Phasen beim Produktdesign sowie Forschungsprojekte schneller als je zuvor abschließen. Wenn die Produktivität der einzelnen Mitarbeiter auf Grund der Möglichkeiten steigt, die das Internet bietet, gewinnt auch das Unternehmen als Ganzes. - Optimaler Einsatz bereits getätigter Kapitalinvestitionen:
Die Maximierung der produktiven und effizienten Nutzung vorhandener Ressourcen ist einer der wichtigsten Faktoren für die Minimierung der Betriebskosten. Der Einsatz von Grid-Computing-Technologien sorgt dafür, dass IT-Funktionen optimal genutzt werden. Unternehmen können so das Risiko zu hoher Lagerbestände und den damit zusammenhängenden zu hohen Infrastrukturkosten vermeiden. Die IBM Grid-Computing-Technologie baut auf offene Branchenstandards, um eine einheitliche Technologieinfrastruktur zu schaffen. IT-Unternehmen werden dadurch von der Last befreit, verteilte und nicht integrierte Systeme verwalten zu müssen. Dies führt wiederum zu geringerem Management-Overhead. Außerdem können Unternehmen Grid-Ressourcen einsetzen, um effektive und kostengünstige Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren bereitzustellen ohne erneut in bereits vorhandene Systeme investieren zu müssen.
Die Vision
IBM war bereits an mehreren der weltweit umfangreichsten Geschäftsabschlüsse im Bereich Grid-Computing mit Regierungen, Universitäten und Unternehmen beteiligt. Dank dieser Projekte treten wir in ein Zeitalter ein, in dem der Zugang zu Rechenleistung und Speicherplatz durch die Entwicklung offener Protokolle standardisiert wird. Durch die Übernahme einheitlicher Standards kann sich der Kunde entscheiden, ob er eine e-business Infrastruktur in Eigenregie verwaltet oder e-business Services als Dienstleistung in Anspruch nimmt.
Grid-Computing ist bereits in einer Reihe wichtiger Anwendungen enthalten. Insbesondere wissenschaftliche und technische Einrichtungen arbeiten mit dieser Technologie, um über Institutionsgrenzen hinweg weltweit in Bereichen wie z. B. Hochenergiephysik, Biowissenschaften und Konstruktionsdesign zusammenzuarbeiten. Mit Hilfe von Grids können E-Utilities außerdem IT-Ressourcen und -Services verkaufen oder leasen und diese auf der Grundlage der in Anspruch genommenen und angepassten Services abrechnen - ähnlich der Abrechnung von Stromkosten über ein Stromversorgungsunternehmen. Durch dieses Dienstleistungsmodell sollen Fixkosten in variable Kosten umgewandelt werden. Ihr Unternehmen wird dadurch flexibler.
